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	<title>UroGate Oberursel</title>
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	<description>Urologische Facharztpraxis</description>
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	<title>UroGate Oberursel</title>
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		<title>Prostatakrebs: Moderne bildgebende Diagnostik</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/prostatakrebs-moderne-bildgebende-diagnostik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 05:44:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prostatakrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) ist die häufigste bösartige Erkrankung und dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland. Die sogenannte multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) der Prostata ist derzeit die diagnostisch genaueste Methode zur Darstellung und Markierung krebsverdächtiger Herde der Prostata. Allerdings reicht das mpMRT nicht aus, um die Diagnose Prostatakrebs mit 100% Sicherheit zu stellen oder oder auszuschließen. Hierfür [&#8230;]</p>
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<p>Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) ist die häufigste bösartige Erkrankung und dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland.</p>



<p>Die sogenannte multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) der Prostata ist derzeit die diagnostisch genaueste Methode zur Darstellung und Markierung krebsverdächtiger Herde der Prostata. Allerdings reicht das mpMRT nicht aus, um die Diagnose Prostatakrebs mit 100% Sicherheit zu stellen oder oder auszuschließen. Hierfür ist weiterhin eine Gewebeentnahme („Biopsie“) notwendig. Standardverfahren ist bislang die transrektale (d.h. über den Enddarm durchgeführte), ultraschallgesteuerte Gewebeentnahme. Hierbei werden systematisch, d.h. nach einem vorgegebenen Schema, aus verschiedenen Arealen der Prostata mindestens 10 kleine Gewebezylinder entnommen. Die systematische Prostatabiopsie ist daher genau betrachtet nicht zielgerichtet, da der Ultraschall zwar sehr gut zur Abbildung der Prostata, aber nur sehr bedingt zur Darstellung tumorverdächtiger Herde geeignet ist. Daher besteht die Gefahr, daß ein Krebsherd zwar in einem Areal des vorgegebenen Schemas der systematischen Prostatabiopsie liegt, jedoch nicht getroffen wird.</p>



<p>Eine neue Methode, die sogenannte <a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/moderne-diagnostik-bei-verdacht-auf-prostatakrebs-mrt-3d-trus-fusionsbiopsie/">MRT-3D-TRUS-Fusionsbiopsie</a>, bietet aktuell die größtmögliche Aussagekraft in der Prostatakarzinomabklärung. Bei diesem Verfahren wird mit Hilfe einer Ultraschallsonde (TRUS) ein dreidimensionales (3- D) Bild der Prostata erzeugt und mit zuvor angefertigten mpMRT-Bildern der Prostata kombiniert. Dadurch werden beide Bilder des Organs „fusioniert“, also exakt übereinander gelegt. Durch die Kombination von Ultraschall und MRT können nun die Vorteile beider Methoden optimal genutzt werden und im MRT markierte krebsverdächtige Herde bei der Probeentnahme gezielt („punktgenau“) mit der Biopsienadel angesteuert werden. Dadurch erhöht sich ganz wesentlich die Aussagekraft, ob bei einem Patienten ein Prostatakarzinom vorliegt oder nicht.</p>



<p>Im Gegensatz zu allen anderen Bildgebungsverfahren können die Lokalisationen der durchgeführten Stanzbiopsien im 3D-Modell auch gespeichert werden. Im Falle einer unter Umständen später erforderlichen erneuten Gewebeentnahme kann diese Bildinformation problemlos wieder aufgerufen werden. Dies ist besonders dann von Nutzen, wenn bei Vorliegen eines frühen Tumorstadiums eine aktive Überwachung („active surveillance“) des Tumors durchgeführt wird. Ob sich der derzeitge Trend durchsetzt, eine Fusionsbiopsie bereits beim ersten Verdacht auf einen bösartigen Tumor durchzuführen, bleibt abzuwarten, wird aber unserer Auffassung nach die Zukunft der Prostatakrebsdiagnostik darstellen.</p>



<p>Zusammenfassend ist die MRT-3D-TRUS Fusionsbiopsie ein innovatives, optimiertes Bildgebungsverfahren, das Urologen mit entsprechender Expertise erlaubt, neben der klassischen (systematischen) <a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/prostatakrebs-moderne-bildgebende-diagnostik/wann-ist-eine-prostatabiopsie-notwendig/">Biopsie</a> zusätzlich tumorverdächtige Areale mit hoher Präzision zu punktieren und somit eine bessere Aussage über das Vorhandensein und die Aggressivität eines Prostatakrebes zu gewinnen. Das besondere Potential der Methode liegt aus unserer Sicht darin, die Frage nach dem Vorhandensein eines Prostatakarzinoms zu optimieren und, im Falle eines Tumornachweises, dem Patienten eine detailliertere Information über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten zu geben.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-peter-c-rubenwolf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prof. Dr. med. P. Rubenwolf</a></p>
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		<title>Was bringt der PSA-Wert?</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/was-bringt-der-psa-wert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 05:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prostatakrebs]]></category>
		<category><![CDATA[PSA]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor ca. 7 Jahren wurde in den USA eine Studie aufgelegt, um den Stellenwert der PSA-Bestimmung in der Früherkennung des Prostatakrebses zu erheben. In dieser sogenannten PLCO-Studie wurden über 76.000 Männer in zwei Gruppen aufgeteilt. In der einen Gruppe wurde regelmäßig der PSA-Wert bestimmt in der anderen Gruppe sollte der PSA Wert nicht bestimmt werden. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor ca. 7 Jahren wurde in den USA eine Studie aufgelegt, um den Stellenwert der PSA-Bestimmung in der Früherkennung des Prostatakrebses zu erheben. In dieser sogenannten PLCO-Studie wurden über 76.000 Männer in zwei Gruppen aufgeteilt. In der einen Gruppe wurde regelmäßig der PSA-Wert bestimmt in der anderen Gruppe sollte der PSA Wert nicht bestimmt werden. Sieben Jahre später wurde die Sterblichkeit durch Prostatakrebs untersucht. Das Ergebnis war ernüchternd: Es konnte kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen festgestellt werden, der PSA Wert hatte keinen messbaren Einfluss auf das Sterberisiko durch Prostatakrebs.</p>



<p>Wie sich jetzt herausstellte war die Studie mit massiven Fehlern behaftet. Der folgenschwerste war, dass die Männer in der Kontrollgruppe, die den PSA-Wert nicht bestimmen lassen sollten, dies dennoch getan haben. Letztendlich ließen 90% der Männer in der Kontrollgruppe ihren PSA-Wert bestimmen, so dass in der Auswertung der Studie zwei nahezu identische Gruppen miteinander verglichen wurden. Dass sich dabei kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen nachweisen lies ist natürlich kein Wunder.</p>



<p>Dieser folgenschwere Fehler hatte massive Konsequenzen. Aufgrund dieser Studie riet die US-amerikanische USP-Taskforce (U.S. Prevention Services), eine wichtige Institution für die öffentliche Gesundheitsvorsorge in den USA, von der Durchführung des PSA Tests ab. Seit dieser Entscheidung werden in den USA ca. 30% weniger Prostatakarzinome entdeckt.</p>



<p>Hochrechnungen gehen davon aus, dass durch den nicht mehr durchgeführten PSA Test in den USA bis zum Jahr 2025 etwa 60.000 Männer am Prostatakarzinom sterben werden. Die Auswirkungen auf andere Länder sind in diesen Zahlen noch gar nicht berücksichtigt. So hat auch in Deutschland die Verunsicherung der Männer in Hinblick auf die Sinnhaftigkeit der PSA Bestimmung zugenommen. Dabei ist der Vorteil durch die Bestimmung des PSA Wertes in der Früherkennung des Prostatakarzinoms eindeutig bewiesen. Der Überlebensvorteil durch die PSA Bestimmung liegt bei ca. 30%.</p>



<p>Es ist allerdings in diesem Zusammenhang wichtig drauf hinzuweisen, dass nicht jedes diagnostizierte Prostatakarzinom zwingend sofort behandelt werden muss. Wenn entsprechende Kriterien vorliegen, kann ein solcher Tumor auch aktiv überwacht werden.</p>



<p>Es geht also nicht darum, möglichst viele Prostatakarzinome zu diagnostizieren, sondern darum, die Karzinome, die dafür verantwortlich sind, dass das Prostatakarzinom in Deutschland die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache ist, zu identifizieren. Dieser wichtige und manchmal komplexe Weg beginnt mit einer sehr einfachen Diagnostik: Der Bestimmung des PSA-Wertes.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-tobias-a-engl/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Engl</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schmerzkontrolle bei der Prostatabiopsie</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/schmerzkontrolle-bei-der-prostatabiopsie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 05:52:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Biopsie der Prostata ist ein wichtiges diagnostisches Instrument bei Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms. Typischerweise werden im Rahmen einer Prostatabiopsie 10 – 14 kleine Proben aus der Prostata entnommen. In den allermeisten Fällen wird diese Entnahme über eine in den Enddarm eingeführte Ultraschallsonde (sogenannter transrektaler Ultraschall) vorgenommen. Bei der Aufklärung für diesen Eingriff [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Biopsie der Prostata ist ein wichtiges diagnostisches Instrument bei Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms. Typischerweise werden im Rahmen einer Prostatabiopsie 10 – 14 kleine Proben aus der Prostata entnommen. In den allermeisten Fällen wird diese Entnahme über eine in den Enddarm eingeführte Ultraschallsonde (sogenannter transrektaler Ultraschall) vorgenommen.</p>



<p>Bei der Aufklärung für diesen Eingriff fällt immer wieder auf, dass die Patienten sich unter dieser Art und Weise der Probenentnahme nur sehr bedingt etwas vorstellen können und diese Unwissenheit häufig zur Entwicklung von Unsicherheit und Angst führt. Zahlreiche Studie zeigen, dass etwa 70% der Patienten Angst vor der Maßnahme haben. Angst besteht hierbei insbesondere hinsichtlich der erwarteten Schmerzen.</p>



<p>Die Prostatabiopsie ist eine minimalinvasive Maßnahme die im ambulanten Setting durchgeführt wird. Hinsichtlich der Vorbereitung auf eine Prostatabiopsie kann man folgende Aussagen treffen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Patient muss zur Biopsie nicht nüchtern sein, kann also alles essen und trinken.</li>



<li>Gerinnungshemmende Medikamente (ASS, Macumar etc.) sollten vor der Biopsie abgesetzt werden.</li>



<li>Andere Medikamente können eingenommen werden.</li>



<li>Abführende Maßnahmen sind vor der Biopsie nicht notwendig.</li>



<li>Nach der Biopsie sollte man sich in Ruhe erholen, Bettruhe ist nicht vorgeschrieben.</li>



<li>Am nächsten Tag kann man in der Regel wieder Arbeiten gehen.</li>
</ul>



<p>Bei unterschiedlichen Patientenbefragungen konnte gezeigt werden, dass das Schmerzempfinden mit der Anzahl der Entnommenen Proben ansteigt. Der Schmerz wird in den allermeisten Untersuchungen durch eine sog. Visuelle Analogskala (VAS) bewertet, wobei die Patienten den Schmerz auf einer Skala von 1 (kein Schmerz) bis 10 (maximaler Schmerz) bewerten. Bei der Entnahme der üblichen 10 – 14 Proben ohne Lokalanästhesie wird der Schmerz auf dieser Skala mit einem Wert von 4 – 5 eingeordnet und der Großteil der Patienten würde eine erneute Biopsie ohne die Durchführung einer Anästhesie ablehnen.</p>



<p>Zur Vermeidung von Schmerzen bei der Prostatabiopsie werden im Wesentlichen zwei unterschiedliche Strategien verfolgt. Zum einen die Instillation von Betäubungsgel in den Enddarm und zum anderen die mit einer Spritze vorgenommene Infiltration der oberhalb der Prostata liegenden Nerven mit Lokalanästhetikum.</p>



<p>Laut aktueller Literaturlage führt die Kombination beider Methoden zu der besten Schmerzkontrolle. Einen deutlichen Zusatznutzen zeigt die umfassende Aufklärung und Information der Patienten über die durchgeführte Maßnahme, so dass es nicht zu Angst, Anspannung und Verkrampfung kommt. Das höchste Schmerzempfinden besteht bei den an der Spitze entnommenen Biopsien. Dieses wird durch zusätzlich Gabe von Lokalanästhetikum an die Prostataspitze gut kontrolliert.</p>



<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unter Anwendung entsprechender Lokalanästhesie und umfassender Aufklärungsarbeit über den Eingriff die Schmerzen der Prozedur sehr gut zu kontrollieren sind. Unter Anwendung der aufgezeigten Methoden wird das Schmerzniveau auf der VAS allenfalls noch mit 1 angegeben.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-wolf-d-beecken/">Prof. Dr. med. Wolf-D. Beecken</a></p>



<p></p>



<h6 class="wp-block-heading"></h6>
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			</item>
		<item>
		<title>Lebenserwartung von Patienten mit Prostatakrebs</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/lebenserwartung-von-patienten-mit-prostatakrebs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 06:34:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Frage nach der Überlebenszeit oder nach den Heilungschancen ist zumeist die erste Frage die ein Patient mit einer Krebserkrankung seinem Arzt stellt. Viele Patienten reagieren verwundert, wenn der Arzt nicht mit einer kurzgefassten Antwort und einer genauen Zahl an Jahren reagiert. Häufig denken die Patienten in dieser Situation, dass der Arzt ihnen etwas vorenthalten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Frage nach der Überlebenszeit oder nach den Heilungschancen ist zumeist die erste Frage die ein Patient mit einer Krebserkrankung seinem Arzt stellt. Viele Patienten reagieren verwundert, wenn der Arzt nicht mit einer kurzgefassten Antwort und einer genauen Zahl an Jahren reagiert. Häufig denken die Patienten in dieser Situation, dass der Arzt ihnen etwas vorenthalten oder ihnen nicht die Wahrheit erzählen will. Dabei ist die Frage nach der Überlebenszeit oder Heilungswahrscheinlichkeit bei einer Krebserkrankung immer ein vielschichtiges und individuell unterschiedliches Thema.</p>



<p>Viele, viele unterschiedliche Faktoren, welche Einfluss auf den Verlauf der Krebserkrankung haben, müssen bedacht und in die Abschätzung der Möglichkeiten einbezogen werden. Auch bei der genausten und mühevollsten Analyse sämtlicher Einflussgrößen kann die dann abgegebene Prognose vollkommen daneben liegen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass wir unsere Daten und unser Wissen aus großen Beobachtungs- und Behandlungsstudien beziehen. In die Ergebnisse dieser Studien sind die Daten tausender Patienten eingeflossen. Unter zur Hilfenahme statistischer Methoden werden anhand dieser großen Datensätze Wahrscheinlichkeiten berechnet. Dies sind aber eben nur Wahrscheinlichkeiten und was nützt es einem Patienten, wenn er als Individuum eine 95%ige Wahrscheinlichkeit hat von der Erkrankung geheilt zu werden und dann aber leider zu den verbleibenden 5% gehört, die eben nicht geheilt werden. Für das einzelne Individuum ist die eigene Situation immer 100%. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache sind die folgenden Ausführungen zu betrachten.</p>



<p>Die Lebenserwartung von Prostatakrebs Patienten hängt in erster Linie von der Ausbreitung (also dem Stadium) und den feingeweblichen Charakteristika (Histologie) des <a href="http://Ratgeber Prostatakrebs/prostata-biopsie-ergebnis/">diagnostizierten Prostatakrebses</a> ab. Handelt es sich um ein lokales (auf die Prostata begrenztes Karzinom) oder ist der Tumor bereits in die Lymphknoten, Knochen oder Leber metastasiert. Handelt es sich um ein feingeweblich weniger bösartig oder sehr aggressiv wirkenden Prostatakrebs. Bei der Einschätzung der Bösartigkeit des Prostatakarzinoms aufgrund feingeweblicher Charakteristika spielt der sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gleason-Score">Gleason Score</a> des Tumors eine extrem wichtige Rolle. Donald F. Gleason war ein amerikanischer Pathologe, der sich die Prostata unter dem Mikroskop genau angeguckt hat. Die Prostata ist eine Drüse, die im Wesentlichen aus Drüsenschläuchen besteht. Gleason hat nun die normalen Drüsenschläuche einer gesunden Prostata mit den Drüsenschläuchen des Krebsgewebes in der Prostata verglichen. In seiner Klassifikation, welche er bereits in den 1960er und 1970er Jahren erarbeitete, legte Gleason fünf Gleason Grade fest, welche von eins nach fünf zunehmend bösartig veränderte Drüsenschläuche im Krebsgewebe beschreibt. Zusätzlich hat Gleason festgestellt, dass das Vorhandensein von bösartigen Graden von Drüsenschläuchen sich nicht immer gleichmäßig auf das Krebsgewebe verteilt. Er fand beispielsweise in einer Region des Tumors Grad 3 und in einer anderen Region desselben Tumors eher den Grad 4. Diesem Umstand trug Donald Gleason dadurch Rechnung, dass er vorschlug die beiden vorherrschenden Gleasongrade (Primärer und Sekundärer) in einem Gleasonscore zusammenzufassen. So kommt es in den Pathologieberichten zu der Gleasonformel, wie z. B. 3 + 3 = 6, für einen homogenen mit Gleasongrad 3 durchzogenen Tumor, oder 3 + 4 = 7 für einen mit mehr Gleasongrad 3 und weniger Gleasongrad 4 durchzogenen Tumor, oder 4 + 3 = 7 für einen mit viel Gleasongrad 4 und weniger Glaesongrad 3 durchzogenen Tumor. Die Definition der Gleason Einteilung hat sich in den letzten Jahren mehrfach verändert, sie zählt heute aber weiterhin zu den wichtigsten Prognosefaktoren des Prostatakarzinoms.</p>



<p>Auch klinische Faktoren, wie der Tastbefund der Prostata, der <a href="http://Ratgeber Prostatakrebs/was-bringt-der-psa-wert/">PSA (Prostata Spezifisches Antigen) Wert</a> oder die Art der gewählten Therapie können für die Einschätzung der Prognose des Tumors herangezogen werden. Da die Verwendung mehrerer Faktoren immer eine genauere Einschätzung ermöglichen werden möglichst viele Daten die zu dem individuellen Tumor vorliegen in sogenannten Nomogrammen zusammengefasst und dann eine prozentuale Einschätzung einer bestimmten Überlebenswahrscheinlichkeit, z. B. 5-, 10- oder 15-Jahresüberlebenswahrscheinlichkeit gegeben. Die bekanntesten Nomogramme dieser Art wurden von Michael Kattan vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York entwickelt. Anhand dieser Nomogramme kann man zu nahezu jeder Situation seine Überlebenswahrscheinlichkeit berechnen. Allerdings sollte man das oben gesagte immer im Kopf behalten. Kattan ist Biostatistiker und die Aussagen dieser Nomogramme sind immer statistische Aussagen.</p>



<p>Im Internet kann man diese Nomogramme aufrufen und für seine eigenen Daten ausfüllen (<a href="https://www.mskcc.org/nomograms/prostate">https://www.mskcc.org/nomograms/prostate</a>) . So kann man beispielweise mit dem Pre-Radical Prostatectomy Nomogram seine 10- und 15- Jahres Überlebenswahrscheinlichkeit vor Durchführung einer Radikaloperation der Prostata berechnen.</p>



<p><strong>Diese wäre beispielsweise:</strong></p>



<p>Hormontherapie vor der Operation? Nein</p>



<p>Bestrahlungstherapie vor der Operation? Nein</p>



<p>Wie alt sind sie? 57 Jahre</p>



<p>PSA Wert vor Prostatabiopsie? 11 ng/ml</p>



<p>Primärer Gleasongrad in der Biopsie? 3</p>



<p>Sekundärer Gleasongrad in der Biopsie 4</p>



<p>Gleasonscore 7</p>



<p>Klinisches Tumorstadium nach AJCC 7/2010 T1c</p>



<p>Wie viele der entnommenen Biopsien zeigten Karzinom 3</p>



<p>Wie viele der entnommenen Biospien zeigten kein Karzinom 9</p>



<p>Wieviel % der entnommenen Proben zeigten Karzinom 25%</p>



<p>Basierend auf diesen Daten errechnet sich ein krebsspezifisches 10- und 15- Jahresüberlebenswahrscheinlichkeit von 99% und 99%.</p>



<p>Hat nun die Prostataoperation stattgefunden und man hat genauere Daten zu dem Tumor (Histologie). So kann man das Post-Prostatektomy Nomogramm zur weiteren Einschätzung der eigenen Situation benutzen.</p>



<p><strong>Beispielsweise</strong>:</p>



<p>Hormontherapie vor der Operation? Nein</p>



<p>Bestrahlungstherapie vor der Operation? Nein</p>



<p>PSA Wert vor Prostatabiopsie? 11 ng/ml</p>



<p>Wie alt waren sie bei Operation? 57 Jahre</p>



<p>Wie viele Monate sind seit der Op vergangen? 2</p>



<p>Primärer Gleasongrad in dem Op Präparat? 3</p>



<p>Sekundärer Gleasongrad in dem Op Präparat? 4</p>



<p>Gleasonscore 7</p>



<p>Sind die Absätzungsränder der Prostata tumorfrei gewesen? Ja</p>



<p>Wurde Tumorwachstum außerhalb der Prostata gefunden? Nein</p>



<p>Wurde Tumorwachstum in den Samenblasen gefunden? Nein</p>



<p>Wurde Tumorwachstum in den Lymphknoten gefunden? Nein</p>



<p>Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Ergebnisse der Operation in diesem Fall nicht von den Ergebnissen der Biopsien abgewichen sind (was nicht immer so sein muss). Dementsprechend ändert sich bei der Berechnung mit diesen Daten auch die 15-Jahresüberlebenswahrscheinlichkeit von 99% nicht.</p>



<p>Finden wir jetzt entgegen der Biopsieergebnisse einen Gleasonscore von 4 + 3 = 7 und zusätzlich einen krebsbefallenen Lymphknoten, so ändert sich die 15-Jahresüberlebenswahrscheinlichkeit auf 98%.</p>



<p>Anhand der Kattan-Nomogramme kann man seine eigene Überlebnswahrscheinlichkeit und andere Charakteristika für nahezu jede Situation der Krebserkrankung errechnen. Nicht unerwähnt soll allerdings auch bleiben, dass obwohl ein Patient an einem Prostatakarzinom leidet, dieses nicht unbedingt seine Lebenszeit-limitierende Erkrankung sein muss. Sekundärerkrankungen, wie beispielsweise ein Bluthochdruck oder ein Diabetes mellitus gehen je nach Schwere und Therapieerfolg ebenfalls mit einer Einschränkung der Lebenserwartung einher und können das Überleben eines Patienten viel wesentlicher beeinflussen als das Prostatakarzinom. Daher sollte die individuelle Situation des Patienten unter besonderer Berücksichtigung der Sekundärerkrankungen unbedingt zur Planung der Therapie des Prostatakarzinoms herangezogen werden.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-wolf-d-beecken/">Prof. Dr. med. Wolf-D. Beecken</a></p>



<p></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kann ich mit meiner Ernährung das Risiko für Prostatakrebs reduzieren?</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/kann-ich-mit-meiner-ernaehrung-das-risiko-fuer-prostatakrebs-reduzieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 06:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ernährungsempfehlungen zur Vorbeugung von Prostatakrebs lassen sich auch auf die Verhütung anderer Erkrankungen, z. B. von Herz-Kreislauf-Erkrankungen übertragen. Diese Empfehlungen sind also allgemein gültig, das heißt es gibt keine spezielle Prostatakrebsdiät. So konnte in wissenschaftlichen Studien z.B. weder die Einnahme von Vitamin E noch von Selen das Auftreten von Prostatakrebs messbar senken konnte. Zwei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.urologie-taunus.de/kann-ich-mit-meiner-ernaehrung-das-risiko-fuer-prostatakrebs-reduzieren/">Kann ich mit meiner Ernährung das Risiko für Prostatakrebs reduzieren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.urologie-taunus.de">UroGate Oberursel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Ernährungsempfehlungen zur Vorbeugung von Prostatakrebs lassen sich auch auf die Verhütung anderer Erkrankungen, z. B. von Herz-Kreislauf-Erkrankungen übertragen. Diese Empfehlungen sind also allgemein gültig, das heißt es gibt keine spezielle Prostatakrebsdiät. So konnte in wissenschaftlichen Studien z.B. weder die Einnahme von Vitamin E noch von Selen das Auftreten von Prostatakrebs messbar senken konnte. Zwei Substanzen, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden.</p>



<p><strong>Im Folgenden sind die vier wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst:</strong></p>



<p><strong>1. </strong>Sie sollten ein gesundes Körpergewicht anstreben, insbesondere sollten Sie Übergewicht vermeiden und versuchen nach dem Abnehmen das Körpergewicht zu halten. Um das zu erreichen sollten Sie zusätzlichen Zucker, gesättigte oder Transfette sowie Alkohol reduzieren. Diese Nahrungsmittel sind sehr energiereich und haben zu wenig Vitamine, Mineralien oder Ballaststoffe. Sie sollten also frittierte oder gebratene Gerichte, Kekse, Kuchen, Zuckerprodukte, Speiseeis und gesüßte Erfrischungsgetränke meiden.</p>



<p><strong>2</strong>. Sie sollten an fünf Tagen in der Woche körperlich aktiv sein und mindestens 30 Minuten, noch besser an 45 bis 60 Minuten pro Tag, eine mäßige bis starke körperliche Betätigung ausüben.</p>



<p>Eine mäßige Aktivität ist eine Anstrengung wie schnelles Gehen aber auch Tanzen, lockeres Fahrradfahren, Golfen, Volleyballspielen, Rasenmähen, Gartenarbeit. Unter einer starken körperlichen Betätigung versteht man z. B. Joggen oder Laufen, Aerobic, Schwimmen, schnelles Fahrradfahren, Fußballspielen, Squash, Langlauf, Schreinern, Umgraben).</p>



<p>Eine Erhöhung der Alltagsaktivität (Treppen steigen anstatt Fahrstuhl fahren, gehen oder Rad fahren anstatt Autofahren etc.) ist dabei dem Sport gleichwertig.</p>



<p><strong>3</strong>. Sie sollten auf eine gesunde Ernährung mit einem Schwerpunkt auf pflanzliche Lebensmittel achten. Im Einzelnen sollten Sie jeden Tag verschiedene Obst- und Gemüsesorten essen. Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie Sie lieber Vollkorn- als Weißmehlprodukte essen. Sie sollten Fleischprodukten und rotes Fleisch nach Möglichkeit seltener essen.</p>



<p><strong>4</strong>. Sie sollten Ihren Alkoholkonsum reduzieren.<br>Männer sollten nicht mehr als zwei Bier (á 0,33 Liter, 5 Vol %) oder zwei Schnaps (á 0,04 Liter (4 cl) 40 Vol%) oder zwei Wein (á 0,14 Liter (14 cl) 12 Vol%) trinken.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-tobias-a-engl/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Engl</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.urologie-taunus.de/kann-ich-mit-meiner-ernaehrung-das-risiko-fuer-prostatakrebs-reduzieren/">Kann ich mit meiner Ernährung das Risiko für Prostatakrebs reduzieren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.urologie-taunus.de">UroGate Oberursel</a>.</p>
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		<title>Was bedeutet die Multifokalität eines Prostatakrebses für den Patienten und seine Behandlung</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/was-bedeutet-die-multifokalitaet-eines-prostatakrebses-fuer-den-patienten-und-seine-behandlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 06:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) ist weltweit der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 70.000 Männer an einem Prostatakarzinom. In den USA sind es mehr als 250.000 Männer pro Jahr. Da das Prostatakarzinom zumeist einen nicht ganz so bösartigen Verlauf wie etwa der Lungenkrebs oder der Bauchspeicheldrüsenkrebs nimmt versterben jährlich in Deutschland [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) ist weltweit der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 70.000 Männer an einem Prostatakarzinom. In den USA sind es mehr als 250.000 Männer pro Jahr. Da das Prostatakarzinom zumeist einen nicht ganz so bösartigen Verlauf wie etwa der Lungenkrebs oder der Bauchspeicheldrüsenkrebs nimmt versterben jährlich in Deutschland „nur“ etwa 12.000 Männer an einem Prostatakarzinom. In den USA sind es 60.000 Männer jährlich.</p>



<p>Ein wahrscheinlich wichtiges Charakteristikum des Prostatakarzinoms, welches in seiner Relevanz für den Krankheitsverlauf jedoch derzeit noch nicht abschließend geklärt ist, ist die sogenannte Multifokalität des Prostatakarzinoms. Das bedeutet, das dass Karzinom sich an mehreren Stellen gleichzeitig (oder auch zeitlich versetzt) in der Prostata entwickelt. Aus vielen Untersuchungen weiß man, dass etwa 70% der Prostatakarzinome dieses multifokale Wachstum zeigen. Hinsichtlich der Relevanz für den Krankheitsverlauf des Patienten gibt es zum aktuellen Zeitpunkt die unterschiedlichsten Aussagen. Die Bandbreite reicht hier von unwichtig bis absolut relevant für den Krankheitsverlauf. Die Ungeklärtheit dieses wichtigen Tumorcharakteristikums hinsichtlich seiner Relevanz für den Krankheitsverlauf ist insofern bedauerlich, als das dieser Aspekt extrem wichtig für die Therapieplanung ist. Diesen Sachverhalt möchte ich Ihnen im folgenden Text erläutern.</p>



<p>Operative Maßnahmen (auch für lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs) sind bei den meisten Patienten extrem gefürchtet. Dabei bezweifelt kaum ein Patient die Wirkung dieser operativen Therapie, jedoch sind die Nebenwirkungen und Komplikationen von Operationen zumeist angsteinflößend. Aufgrund der anatomischen Lage der Prostata tief im kleinen Becken in unmittelbarer Nähe zum Enddarm, zur Harnblase und in direkter Nachbarschaft zu dem Nervengeflecht welches für die Erektion des Penis verantwortlich ist, führt zu besonders gefürchteten Nebenwirkungs- und Komplikationsmöglichkeiten im Bereich Kontinenz (dem halten von Urin) und Erektion (der Versteifung des Penis). Aufgrund dieser die Lebensqualität stark beeinflussenden Problemfelder suchen viele Patienten nach anderen Therapieoptionen als der operative Entfernung der erkrankten Prostata.</p>



<p>Der medizinische Fortschritt der letzten Jahrzehnte hat den Medizinern auch mehrere unterschiedliche nicht-operative Methoden zu lokalen Behandlung von Krebs und insbesondere auch Prostatakrebs geliefert. An erster Stelle ist hier sicherlich die Bestrahlungstherapie mit energiereicher Strahlung zu nennen. Bereits seit vielen Jahrzehnten wird der Prostatakrebs durch die Einstrahlung von Photonenstrahlung in die Prostata erfolgreich behandelt. Auch die direkte Applikation von kleinen Strahlenquellen in die Prostata (Brachytherapie) ist eine erfolgversprechende Therapieoption zur Behandlung von Prostatakrebs. Allerdings hat sich bei langfristiger Betrachtung der Behandlungsergebnisse gezeigt, das dass Nebenwirkungsspektrum diese Bestrahlungstherapien dem der Operation durchaus vergleichbar ist. Aufgrund dieser Tatsache hat sich die Medizintechnik auf die Suche nach weiteren lokalen Therapieoptionen welche, verglichen mit der Operation (und Bestrahlungstherapie), ein verbessertes Nebenwirkungsprofil aufzeigen gemacht. Es wurden unterschiedliche <a href="https://uro-neu.https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/prostatakrebs-therapiemoeglichkeiten-behandlungsplan">Therapiemöglichkeiten</a> entwickelt, so beispielsweise die Kryotherapie (abtöten von Tumorzellen durch Unterkühlung unter -40°C), der Hochintensivierte Fokussierte Ultraschall (HIFU, abtöten von Tumorzellen durch Temperaturerhöhung über 70°C) und unlängst die Irreversibe Elektroporation (IRE, abtöten von Tumorzellen durch elektrisches Aufbrechen der Zellmembran).</p>



<p>Aktuell zeichnet sich mehr und mehr die Erkenntnis ab, dass weniger die Art der Beseitigung von (Tumor) gewebe für das Nebenwirkungsspektrum verantwortlich ist, als viel mehr die Ausdehnung der Maßnahme. Diese Erkenntnis hat bei vielen Tumorarten (z. B. beim Nierenkrebs oder beim Brustkarzinom der Frau) dazu geführt, dass nicht mehr das gesamte Organ entfernt oder andersartig behandelt wird, sondern eine Lokaltherapie des identifizierten Tumors unter Erhalt von möglichst viel Gewebe des betroffenen Organs vorgenommen wird – eine sogenannte „<a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/die-fokale-therapie-des-prostatakarzinoms-mit-besonderer-wertung-der-irreversiblen/">Fokale Therapie</a>“.</p>



<p>Auch beim Prostatakarzinom halten fokale Therapieansätze, insbesondere mit der HIFU und der IRE, mehr und mehr Einzug. Bei der Fokaltherapie des Prostatakarzinoms begnügt man sich zumeist mit der Behandlung der sogenannten Indexläsion (der Hauptbefund oder auch größte Tumorherd in der Prostata) und vernachlässigt nicht bildlich darstellbare oder feingeweblich scheinbar ungefährliche Tumorläsionen. Und hier kommen wir auf den Ausgangspunkt, der ungeklärten Relevanz der Multifokalität des Prostatakarzinoms, zurück.</p>



<p>Vielleicht helfen uns die fokalen Therapieansätze eines Tages wirklich die gefürchteten Nebenwirkungen der Therapie des Prostatakarzinoms zu vermeiden, allerdings sollten bis zum definitiven Beweis der ausreichenden Wirkung dieser fokalen Therapien derartige Behandlungen nur innerhalb von kontrollierten Studien stattfinden. Jedem Patienten der sich einer Fokaltherapie des Prostatakarzinoms muss bewusst sein, dass er sich einer absolut experimentelle Therapie unterzieht, deren Nebenwirkungsprofil wahrscheinlich niedriger ist als das der operativen Entfernung der gesamten Prostata, deren Wirkung jedoch bisher nicht einwandfrei nachgewiesen ist.</p>



<p>Bei den Studien zur Fokaltherapie des Prostatakarzinoms muss unbedingt bei der Aufklärung der Patienten, sowie auch bei der Erhebung der wissenschaftlichen Daten auf die bisher ungeklärte Relevanz der Multifokalität des Prostatakarzinoms eingegangen werden.</p>



<p>Bei Fragen zu diesem Thema sprechen Sie mich bitte an.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-wolf-d-beecken/">Prof. Dr. med. Wolf-D. Beecken</a></p>
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		<title>Die fokale Therapie des Prostatakarzinoms mit besonderer Wertung der Irreversiblen Elektroporation (IRE, Nanoknife)</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/die-fokale-therapie-des-prostatakarzinoms-mit-besonderer-wertung-der-irreversiblen-elektroporation-ire-nanoknife/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 06:52:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es herrscht mal wieder Unruhe in der Urologie. Gefühlt passiert das alle fünf bis zehn Jahre. Es geht um die Therapie von Prostatakrebs. Schließlich ist die Prostata (Vorsteherdrüse) das urologische Zentral-Organ schlechthin und der Prostatakrebs der häufigste bösartige Tumor des älteren Mannes. Jeder Urologe, der etwas auf sich hält, beherrscht die Diagnostik und die Therapie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.urologie-taunus.de/die-fokale-therapie-des-prostatakarzinoms-mit-besonderer-wertung-der-irreversiblen-elektroporation-ire-nanoknife/">Die fokale Therapie des Prostatakarzinoms mit besonderer Wertung der Irreversiblen Elektroporation (IRE, Nanoknife)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.urologie-taunus.de">UroGate Oberursel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es herrscht mal wieder Unruhe in der Urologie. Gefühlt passiert das alle fünf bis zehn Jahre. Es geht um die Therapie von Prostatakrebs. Schließlich ist die Prostata (Vorsteherdrüse) das urologische Zentral-Organ schlechthin und der Prostatakrebs der häufigste bösartige Tumor des älteren Mannes. Jeder Urologe, der etwas auf sich hält, beherrscht die Diagnostik und die Therapie des Prostatakarzinoms. Dieser Tumor wird an allen großen Krebsforschungszentren dieser Welt mit maximalem Aufwand untersucht. So ist es nur allzu gut nachvollziehbar, dass es immer wieder Fortschritte insbesondere auch in der Diagnostik und Behandlung des Prostatakarzinoms gibt: Zahlreiche neue Laborwerte (Marker), die sich am Prostataspezifischen Antigen (<a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/was-bringt-der-psa-wert/">PSA</a>) messen lassen müssen, vielversprechende neue bildgebende Methoden, wie die Elastographie (Härtegraddarstellung) oder das multiparametrische MRT (Kernspintomographie) und natürlich auch neue Therapieverfahren, wie die Kryotherapie (Vereisung) und der hochintensive fokussierte Ultraschall (HIFU), wurden in den letzten Jahrzehnten identifiziert.</p>



<p>Da die bewährten und herkömmlichen <a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/prostatakrebs-therapiemoeglichkeiten-behandlungsplan/">Therapieverfahren</a> des Prostatakarzinoms, die Bestrahlungstherapie und die operative Entfernung der Prostata (Radikalentfernung der Prostata) eine exzellente und damit nur schwer zu übertreffende lokale Wirkung und Tumorkontrolle entfalten, geht es bei neuen Therapieverfahren in erster Linie um die Reduktion oder Vermeidung der befürchteten Nebenwirkungen der Standardmethoden, nämlich des unwillkürlichen Urinverlusts (Inkontinenz) und der Beeinträchtigung der Gliedversteifung (Erektile Dysfunktion, ED).</p>



<p>Nachdem sich in den vergangenen 20 Jahren neue Therapieverfahren, die regelmäßig mit großer Aufmerksamkeit in den Medien, dem Auftreten neuer Experten und der Einrichtung selbsternannter Spezialtherapiezentren einhergingen, entweder wegen unterlegener Wirkung oder dann doch mit den Standardmethoden vergleichbarer Nebenwirkungen in die Reihe der erweiterten Therapieoptionen eingereiht haben, gab es vor einigen Jahren in der Diagnostik des heimtückischen Tumors einen wirklichen Durchbruch – das multiparametrische MRT.</p>



<p>Mit dieser ausgeklügelten und sich permanent weiter verbessernden Methode gelingt es häufig, Karzinomverdächtige Auffälligkeiten (sogenannte Läsionen) in der Prostata zu identifizieren. Da sich MRT-gesteuerte Biopsieverfahren (Gewebeprobeentname während der MRT-Untersuchung) jedoch nicht durchsetzen konnten, findet heute in großen Kliniken und modernen Praxen eine sogenannte Ultraschallgesteuerte <a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/moderne-diagnostik-bei-verdacht-auf-prostatakrebs-mrt-3d-trus-fusionsbiopsie/">Fusionsbiopsie</a> (Überlagerung bzw. Verschmelzung von MRT-Bildern und dreidimensionalen Ultraschalldaten) zur verbesserten Diagnosestellung des Prostatakarzinoms statt.</p>



<p>Diese deutlich verbesserte Darstellung des Tumors hat unmittelbar die bereits seit Jahren schwelende Diskussion um die sogenannte „<a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/die-fokale-therapie-des-prostatakarzinoms-mit-besonderer-wertung-der-irreversiblen/">Fokale Therapie“</a> des Prostatakarzinoms angefacht. Bei den leitliniengerechten Standardverfahren wird jeweils die gesamte Prostata durch Strahlen zerstört oder durch die Operation entfernt. Bei der Fokalen Therapie versucht man, die Behandlung auf den Tumorbefund in der Prostata zu beschränken und verzichtet auf die Behandlung des Gesamtorgans. Im Zentrum der Bemühungen um eine fokale Therapie steht insbesondere wieder die Vermeidung von unerwünschten Nebenwirkungen. Leider werden die aus Patientensicht extrem wichtigen Diskussionen um Kollateralschäden der Behandlung in der Öffentlichkeit und insbesondere in den Medien (Presse und Internet) nicht objektiv geführt. Nachvollziehbarer Weise fragen Betroffene, die mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten konfrontiert werden, zumeist nach den Nebenwirkungen einer Therapie. Hierbei gehen Laien davon aus, dass eine Behandlungsmethode, die angeboten werden darf, auf jeden Fall eine 100%ige Wirkung im Sinne der Tumorvernichtung hat. Also müssten die Betroffenen nur noch das nebenwirkungsärmste Therapieverfahren finden. Daß dies aber ein Trugschluss ist, soll am Beispiel der Fokaltherapie aufgezeigt werden.</p>



<p>Es ist logisch, daß der Erfolg einer Fokaltherapie mit der absolut zuverlässigen Identifikation des Tumors und seiner Ausdehnung in einem betroffenen Organ steht oder fällt. Wie oben beschrieben, ist es mit der <a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/prostatakrebs-moderne-bildgebende-diagnostik/">mpMRT</a> in erfahrenen Händen möglich, die sogenannte Indexläsion (in der Regel der größte von mehreren Tumoren) darzustellen. Die gezielte Biopsie dieser Indexläsion über die Ultraschallgesteuerte Fusionsbiopsie führt dann häufig zum Nachweis des Karzinoms der Prostata. Dies ist für eine Radikaltherapie (komplette Zerstörung oder Entfernung der Prostata) vollkommen ausreichend. Für eine Fokaltherapie liegt die Sache allerdings ganz anders. Hier müssen sämtliche Tumorherde in der Prostata identifizieren werden. Aus vielen feingeweblichen Untersuchungen von entfernten Vorsteherdrüsen weiß man, dass das Prostatakarzinom sehr häufig multilokal – also an unterschiedlichen Stellen der Prostata gleichzeitig &#8211; wächst. Dies ist für die Fokaltherapie extrem wichtig, da man in dieser Situation alle Tumorherde in der Prostata behandeln muss. Bevor eine gezielte Biopsie von Prostatakarzinomen anhand der mpMRT (im Rahmen der Ultraschallgesteuerten Fusionsbiopsie) in der Prostata möglich war, wurden sogenannte randomisierte Biopsien der Prostata durchgeführt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass man systematische, aber ungezielte Biopsien nach einen gewissen Muster (Anzahl und Ort der Probenentnahmen) aus der äußeren Zone der Prostata (dort wachsen 70% aller Krebse) entnommen hat in der Hofnung, das Karzinom damit zu identifizieren. In der Phase des Übergangs von randomisierter (dem Zufallsprinzip folgender) zu gezielter (Fusionsgesteuerter) Biopsie (in der wir uns gerade befinden) wird in der Regel eine Kombination aus gezielten (aus die Indexläsion im MRT) sowie randomisierten Proben aus der Prostata entnommen. Hierbei zeigt sich in grossen, in der wissenschaftlichen Fachliteratur veröffentlichten Biopsieserien und in der eigenen Erfahrung vielfach eine Tumorbildung über die Indexläsion hinaus auch an anderen Stellen der Prostata. Unter Urologen gibt es derzeit eine kontroverse Diskussion über die klinische Bedeutung dieser zusätzlichen Tumorherde in der Prostata. Das eine Lager meint, diese Tumorherde seien relevant und müssten behandelt werden; daher sei eine Fokaltherapie (zumindest solange nicht sämtliche Herde in der Prostata sicher identifiziert werden können) nicht vertretbar. Das andere Lager hält diese zusätzlichen Herde im Hinblick auf den Behandlungserfolg für irrelevant und hält daher eine Fokaltherapie für möglich und gerechtfertigt. Diese Diskussion hält an und eine abschließende, seriöse Klärung dieser Frage ist kurzfristig nicht zu erwarten. Insofern ist die Wirkung eine fokalen Therapiemaßnahme beim Prostatakarzinom zum aktuellen Zeitpunkt nicht sicher einzuschätzen. Um sich einer Fokaltherapie zu unterziehen, muss man um diese Unklarheit wissen und sich nach gewissenhafter Abwägung der vorliegenden Daten für das Lager der Gruppe entscheiden, das die Behandlung der Indexläsion für ausreichend erachtet.</p>



<p>Eine ganz andere Frage ist die tatsächliche Vermeidung bzw. Reduktion der Nebenwirkungen durch eine fokale Therapiemaßnahme. Die Strukturen, deren Beeinträchtigung die Nebenwirkungen der Standardverfahren auslösen, nämlich der Harnröhrenschließmuskel und die für die Erektion ‚zuständigen’ Gefäßnervenbündel, liegen zwar dicht an der Prostata, jedoch nicht innerhalb der Prostata selbst. Bei der konventionellen Operation und der Bestrahlung werden diese Strukturen bestmöglich geschont. Trotzdem ist es klinische Realität, dass es in einem gewissen Prozentsatz der Behandlungen zu Beschädigung der genannten Strukturen kommt. Dieser Prozentsatz ist definitiv von der Expertise der behandelnden Klinik abhängig. Bei fokaltherapeutischen Ansätzen, wie sie bereits seit längerem zur Anwendung kommen (Hochfokussierter Ultraschall, Kryotherapie), ist der Erfolg von der zielgenauen Applikation der Therapie abhängig. Wird das für die Erektion zuständige Gefäßnervenbündel im Falle von HIFU auf 60°C erhitzt oder im Falle der Kryotherapie auf -40°C eingefroren, sind die Nervenzellen zerstört und eine Erektion ist auf natürlichem Wege nicht mehr möglich. Selbiges gilt natürlich auch für den Harnröhrenschließmuskel und die Kontinenz. Neuere Veröffentlichung zeigen bezüglich dieser thermischen Therapieverfahren eine schlechtere Begrenzung der verabreichten Wärme/Kälte, also der zerstörenden Energie, als primär (während der Hype-Phase dieser Therapieverfahren) erwartet. Auch bei diesen Therapieoptionen hat die Erfahrung des Therapeuten einen ganz wesentlichen Einfluss auf das Nebenwirkungs- und Komplikations-Risiko haben.</p>



<p>Aber das Rad dreht sich weiter. Die Medizin wäre keine Wissenschaft, wenn sie nicht immer wieder neue Ansätze der Krebstherapie (auch des Prostatakarzinoms) hervorbrächte. So rührt die oben beschriebene, aktuelle Unruhe in der Urologie von einer neuen fokalen Therapiemethode, der sogenannten IRE – Irreversiblen Elektroporation &#8211; oder etwas Mediengriffiger Nanoknife™ her. Bei diesem Therapieverfahren kommt es durch die Anlage gepulster elektrischer Felder zur Schädigung der Zellhaut und damit verbunden zum Untergang der Zelle. Wie so oft ist das eigentliche Verfahren nicht neu; so wird die IRE bereits seit vielen Jahren in der Lebensmittelindustrie zum Abtöten von Keimen auf Nahrungsmitteln verwendet. Das eigentlich Neue bei dem Verfahren ist lediglich, dass lebendes Gewebe behandelt und der verabreichte Strom durch aufwendige mathematische Modelle so berechnet wird, dass es nicht zu einer schädigenden Wärmeentwicklung innerhalb des elektrischen Feldes kommt, sondern durch den angelegten Strom ausschließlich die Struktur der Zellmembran geschädigt wird (daher auch die Bezeichnung der molekularen Selektivität der Behandlung oder NTIRE – non-thermal irreversible electroporation). Die ersten Veröffentlichungen zu dem Thema der Gewebezerstörung mittels IRE stammen aus dem Jahre 2005, die ersten veröffentlichten Versuche bezüglich der Tumorzerstörungen mittels IRE aus dem Jahre 2007. Erste Dokumentationen von IRE-Behandlung von Patienten mit Prostatakarzinom wurden im Jahre 2010 veröffentlicht (Behandlung von 16 Patienten). Seit 2010 wurden mehrere Arbeiten mit jeweils sehr kleinen Patientenkollektiven veröffentlicht, welche verschiedene Aspekte der IRE beim Prostatakarzinom untersuchten. Die Studienlage sieht aktuell folgendermaßen aus:</p>



<p><strong>1.</strong> Die IRE ist in der Lage, normales Gewebe und auch Tumorgewebe im Bereich der elektrischen Felder zu zerstören.</p>



<p><strong>2.</strong> Zwischen der Größe der berechneten elektrischen Felder und den in einer Studie gezeigten abgetöteten Arealen besteht eine deutliche Diskrepanz. Das abgetötete Areal ist etwa 2,7 mal größer als das berechnete Areal des Stromflusses. In der entsprechenden Studie lagen aufgrund dieser Abweichungen bei 13 von 15 Patienten die für eine Erektion erforderlichen Gefäßnervenbündel im zerstörten Bereich. Bei drei der untersuchten Patienten in dieser Studie zeigte sich unerwarteter Weise ein nur sehr kleines Areal von Gewebezerstörung.</p>



<p><strong>3.</strong> Die Grenzlinie (am Rand der elektrischen Felder) verläuft sehr scharf und es gibt innerhalb der elektrischen Felder keine ausgesparten Bereiche, welche keine Abtötung von Gewebe zeigen.</p>



<p><strong>4.</strong> Hinsichtlich der Anzahl der zu verwendenden Elektroden gibt es noch Unsicherheiten. In einer Arbeit zeigte sich beim Gebrauch von zwei Elektroden keinerlei Gewebewirkung. In einer anderen Arbeit zeigte sich bei der Anwendung von zwei Elektroden eine gute Gewebewirkung. Bei Anwendung von mindestens drei Elektroden zeigte sich in allen Arbeiten eine Gewebewirkung.</p>



<p>Im Oktober 2011 erhielt das NanoKnife™-System der US-amerikanischen Firma AngioDynamics™ von den zuständigen Behörden (FDA) die Zulassung für die chirurgische Zerstörung von weichem Gewebe (510(k) Nummer: K080376). Die FDA-Zulassung gilt dabei nicht für die Behandlung einer spezifischen Tumorart oder eines bestimmten Organs. Aufgrund der spärlichen Datenlage sind sämtliche Tumorbehandlungen zum aktuellen Zeitpunkt als experimentell einzustufen.</p>



<p>Derzeit gibt es nur eine einzige offizielle Studie zur Behandlung des Prostatakarzinoms durch IRE bzw. mit dem NanoKnife™ (Multi-Center Randomized Clinical Trial Irreversible Electroporation for the Ablation of Localized Prostate Cancer (NCT01835977)). Im Rahmen dieser Studie sollen 200 Patienten mit lokalisierten Prostatakarzinom mit der IRE bzw. dem NanoKnife™ behandelt werden. Die Studie wurde im Juni 2015 begonnen und soll voraussichtlich bis zum Juni 2019 laufen (Ende der Aufnahme von Patienten voraussichtlich Juni 2018). Finanziert wird die Studie vom Clinical Research Office of the Endourological Society. <a href="http://www.croesoffice.org/OngoingProjects/SteeringGreenlight/BiographydelaRosette.aspx">Der Studienleiter ist Prof. Jean de la Rosette</a> von der Universität Amsterdam (Tel.: 0031 20 5666030).</p>



<p>Studienzentren in Deutschland sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://kliniken-essen-mitte.de/leistung/fachabteilungen/urologie-kinderurologie-und-urologische-onkologie/unser-team.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klinikum Essen Mitte, Urologie – Arzt: Dr. Schwerfeld-Bohr</a>, Tel. 0201 174 29071</li>



<li><a href="http://radiologie.charite.de/index.Category/11633.html">Charitè Berlin, Radiologie – Arzt: Prof. Hamm,</a> Tel. 030 450 527082</li>
</ul>



<p>Zusammenfassend muss zu allen Therapieverfahren mit fokalem Ansatz festgestellt werden, dass die Bedeutung zusätzlicher, nicht behandelter Krebsherde in der Prostata (Multifokalität des Prostatakarzinoms) bisher nicht geklärt ist. Die bereits seit längerem benutzten fokalen Therapieverfahren wie Kryotherapie und HIFU haben sich bisher nicht flächendeckend durchgesetzt. Das neue Therapieverfahren der IRE ist zwar in der Lage bösartiges Gewebe zu zerstören. Über das Nebenwirkunsprofil können bisher allerdings nur äußerst limitierte Aussagen aus kleinen Behandlungsstudien gemacht werden. Über den langfristigen Tumoreffekt kann derzeit noch keinerlei seriöse Aussage gemacht werden. Die oben genannte multizentrische Studie zur IRE des Prostatakarzinoms sollte in 2020 erste belastbare Daten zu diesem neuen Therapieverfahren liefern. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sollte IRE ausschließlich kontrolliert und im Rahmen seriöser wissenschaftlicher Studien durchgeführt werden.</p>



<p>Ein unabdingbares Charakteristikum einer experimentellen Studienbehandlung ist die Kostenneutralität für die behandelten Personen. Diese Patienten stellen sich und ihre Behandlung im Angesicht einer schweren Erkrankung in den Dienst der Wissenschaft und damit anderer Patienten. Die Patienten müssen ausdrücklichen auf den experimentellen Charakter der Behandlung hingewiesen werden. Es ist zu fordern, dass die experimentelle Behandlung zu keinerlei Kosten für die Patienten führt.</p>



<p>Wenn Sie noch Fragen zu dem Thema haben, sprechen Sie mich bitte an.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-wolf-d-beecken/">Prof. Dr. med. Wolf-D. Beecken</a></p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber/"></a></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.urologie-taunus.de/die-fokale-therapie-des-prostatakarzinoms-mit-besonderer-wertung-der-irreversiblen-elektroporation-ire-nanoknife/">Die fokale Therapie des Prostatakarzinoms mit besonderer Wertung der Irreversiblen Elektroporation (IRE, Nanoknife)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.urologie-taunus.de">UroGate Oberursel</a>.</p>
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		<title>Wie gefährlich ist eine Gewebe- probeentnahme aus der Prostata?</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/wie-gefaehrlich-ist-eine-gewebe-probeentnahme-aus-der-prostata/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 07:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Diagnostik von Prostatatumoren konnte in den letzten Jahren insbesondere durch eine spezielle Kernspintomographie, die sogenannte multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) ganz wesentlich verbessert werden. Allerdings reichen derzeit weder Laborergebnisse (PSA-Wert), noch modernste bildgebende Verfahren wie das MRT aus, um ein Prostatakarzinom definitiv sicherzustellen oder auszuschließen. Hierfür ist weiterhin eine Gewebeentnahme („Biopsie“) aus der Prostata notwendig. Standardverfahren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Diagnostik von Prostatatumoren konnte in den letzten Jahren insbesondere durch eine spezielle Kernspintomographie, die sogenannte multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) ganz wesentlich verbessert werden. Allerdings reichen derzeit weder Laborergebnisse (<a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/was-bringt-der-psa-wert/">PSA-Wert</a>), noch modernste bildgebende Verfahren wie das MRT aus, um ein Prostatakarzinom definitiv sicherzustellen oder auszuschließen. Hierfür ist weiterhin eine Gewebeentnahme („Biopsie“) aus der Prostata notwendig. Standardverfahren ist die transrektale, das heißt über den Enddarm durchgeführte, ultraschallgesteuerte Prostatabiopsie. Hierbei werden nach einem vorgegebenen Schema aus verschiedenen Arealen der Prostata rechts und links in der Regel mindestens 10 kleine Gewebezylinder entnommen. Alternativ kann die Gewebeentnahme auch über den Damm (lat. „Perineum“), also über das Gebiet zwischen dem Hodensack und dem After, erfolgen. Dieses Verfahren, die so genannte perineale Prostatabiopsie, hat sich allerdings bislang nicht durchsetzen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie gefährlich ist eine Gewebeentnahme aus der Prostata? Was sind mögliche Nebenwirkungen und Risiken?</h2>



<p><strong>1. Schmerzen</strong>. Zur Schmerzvermeidung wird vor der Gewebeentnahme ein schmerzstillendes Gel oder Zäpfchen in den Enddarm eingebracht; zusätzlich kann die Schleimhaut gezielt durch ein Lokalanäesthetikum örtlich betäubt werden. Durch diese Maßnahmen ist die Gewebeentnahme meist schmerzfrei, allenfalls &#8211; durch den Druck auf das Gewebe bedingt &#8211; etwas unangenehm.</p>



<p><strong>2. Blutungen. </strong>Relativ häufig sind blutiger Urin und blutiges Sperma nach einer Prostatabiopsie. Beides ist nicht als Komplikation zu werten, sondern eine kurzzeitige, in der Regel völlig harmlose Folge der Punktion. Da die Gewebeentnahme aus der Prostata über den Enddarm erfolgt, kann es auch in Einzelfällen zu einem &#8211; unbedenklichen &#8211; Abgang von etwas Blut aus dem After kommen. Ursprung eines Blutabganges kann einerseits ein Punktionskanal der Prostata, selten auch ein punktiertes Blutgefäß unterhalb der Darmschleimhaut sein. Liegt ein anhaltender oder höhergradiger Blutabgang vor, muß ein Arzt aufgesucht werden. Stärkere Blutungen, die eine Tamponade (nochmaliges Einlegen eines Salbenstreifens in den Enddarm) oder einen kleinen Eingriff, z.B. eine Verödung, notwendig machen, sind jedoch ausgesprochen selten.</p>



<p><strong>3. Infektionen. </strong>Durch die Punktion über das Rectum (Enddarm) können Darmkeime in das Gewebe eingebracht und nachfolgend zu einer bakteriellen Infektion der Prostata führen. Aus diesem Grund muss vor und nach der Gewebeentnahme ein Antibiotikum eingenommen werden. Standard sind sogenannte „Fluorchinolone“, wie zum Beispiel Levofloxacin. Hierdurch kann die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Prostata- oder Harnwegsinfektionen nach Gewebeentnahme auf unter 3% reduziert werden. Sehr selten sind fieberhafte Infekte mit Auswirkung auf den Kreislauf („Sepsis“), wenn beispielsweise Keime infolge der Biopsie in die Blutbahn gelangen. Um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen, werden die Patienten von uns vor geplanter Prostatabiospie auf resistente Keime hin untersucht und das Antibiotikum gegebenenfalls individuell gewählt.</p>



<p><strong>4. Tumorzellverschleppung. </strong>Immer wieder hört man die Befürchtungen, dass durch eine Gewebeentnahme Tumorzellen an einen anderen Ort im Körper verschleppt werden. Es gibt nach heutigem Wissensstand jedoch keinerlei Hinweise dafür, dass es zu einer Verschleppung oder „Streuung“ von Prostatatumorzellen durch die Gewebeentnahme kommt. Ebenso sind Ängste, dass eine Prostatabiopsie zu Impotenz bzw. Erektionsschwäche führt, absolut unbegründet.</p>



<p>Zusammenfassend ist die durch einen erfahrenen Urologen durchgeführte Gewebeentnahme aus der Prostata ein sicheres und komplikationsarmes Verfahren, das insbesondere in Form einer gezielten <a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/prostatakrebs-moderne-bildgebende-diagnostik/">MRT-TRUS-Fusionsbiopsie</a> eine sehr hohe diagnostische Aussagekraft hat. Nach wie vor ist die Prostatabiopsie das einzige diagnostische Verfahren, das das Vorliegen eines Prostatakarzinoms beweisen oder ausschließen kann.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-peter-c-rubenwolf/">Priv.-Doz. Dr. Peter Rubenwolf</a></p>



<p></p>
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		<title>Die Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms</title>
		<link>https://www.urologie-taunus.de/die-therapie-des-lokalisierten-prostatakarzinoms/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 07:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Therapie des Prostatakarzinoms ist ein umfassendes Thema. Im Wesentlichen richtet sich die Therapie nach dem feingeweblichen Untersuchungsergebnis des Gewebeproben der Prostatabiopsie, den Ergebnissen der Umgebungsuntersuchungen (auch Staginguntersuchungen genannt) und natürlich dem Wunsch des Patienten. Zeigen die Staginguntersuchungen einen auf die Prostata begrenzten Tumor, dann stehen drei schulmedizinisch anerkannt Therapiekonzepte zur Verfügung: Alle drei Therapiekonzepte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Therapie des Prostatakarzinoms ist ein umfassendes Thema. Im Wesentlichen richtet sich die Therapie nach dem feingeweblichen Untersuchungsergebnis des Gewebeproben der <a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/schmerzkontrolle-bei-der-prostatabiopsie/">Prostatabiopsie</a>, den Ergebnissen der Umgebungsuntersuchungen (auch Staginguntersuchungen genannt) und natürlich dem Wunsch des Patienten.</p>



<p><strong>Zeigen die Staginguntersuchungen einen auf die Prostata begrenzten Tumor, dann stehen drei schulmedizinisch anerkannt Therapiekonzepte zur Verfügung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die operative Entfernung der Prostata (Radikale Prostatektomie)</li>



<li>Die Bestrahlungstherapie der Prostata</li>



<li>Das abwartende Beobachten der Prostata (Active Surveillance)</li>
</ul>



<p>Alle drei Therapiekonzepte sind in der Lage ein Prostatakarzinom so zu behandeln, dass der Patient von dem Karzinom geheilt ist bzw. nichts von dem Prostatakarzinom bemerkt. Zur Therapieplanung ist es daher extrem wichtig, dass die Prostatabiopsie nach den anerkannten Richtlinien durchgeführt wird. Nur dann kann der Urologe eine exakte Einschätzung der Bösartigkeit des Karzinoms machen und eine detaillierte Aussage hinsichtlich der passenden Therapieoption abgeben.</p>



<p>Die Forschungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass längst nicht jedes Prostatakarzinom einer definitiven Therapie (Operation oder Bestrahlung) bedarf. Viele der gefundenen Prostatakarzinome sind von der feingeweblichen Untersuchung (der so wenig aggressiv, dass deren Träger in seiner Restlebenszeit häufig nichts von dem Tumor in der Prostata bemerken wird. Daher wurde das Konzept der Active Surveillance (das aktive Zuwarten) eingeführt. Hierbei wird das Prostatakarzinom regelmäßig mit Bestimmung des <a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/was-bringt-der-psa-wert/">PSA Wertes</a>, Abtastuntersuchung, Ultraschalluntersuchung und gelegentlichen Prostatabiopsien kontrolliert. Bei einigen Patienten verändert sich das Karzinom im laufe der Zeit und benötigt dann doch eine definitive Therapie, jedoch bei dem Großteil der Patienten ist keine definitive Therapie notwendig. Die Durchführung dieses Therapiekonzeptes bedarf eines sehr organisierten Vorgehens seitens der Praxis und einen sehr gewissenhaftes und regelmäßiges Teilnehmen des Patienten. Dann ist dieses Konzept sicher und zuverlässig und erspart dem Patienten die Operation oder Bestrahlung des Prostatakarzinoms.</p>



<p>Für die aggressiveren Prostatakarzinome bedarf es einer der bereits erwähnten definitiven Therapieoptionen. Beide Therapiekonzepte, die Bestrahlung, sowie auch die operative Therapie sind in der Lage ein Prostatakarzinom, das auf die Prostata beschränkt ist (lokalisiertes Prostatakarzinom) zu heilen. Dabei sind die Bestrahlungs- und die Operationstherapie in ihrem Nebenwirkungs- und Kompliaktionsprofil in etwas ebenbürtig. Bei den Therapiefolgen geht es in erster Linie um die Kontinenz und die Potenz (Erektionsfähigkeit). Die Patienten befürchten insbesondere die Inkontinenz, wobei viele der mir vorstelligen Patienten eine völlig überzogene Vorstellung von der Inkontinenz nach Prostatakarzinomtherapie haben. Die allermeisten Patienten welche sich einer Operation oder Bestrahlung des Prostatakarzinoms unterzogen haben und die Therapie in einem renommierten Zentrum haben vornehmen lassen, benötigen nach der Maßnahme keine oder eine kleine Sicherheitsvorlage täglich. Etwa 5% der Patienten klagen über tropfenweisen Urinverlust und benötigen eine bis max. zwei Vorlagen pro Tag. Etwa 2-3% der Patienten nach Radikaloperation der Prostata klagen über höhergradige Inkontinenz. Für die Erektionsstörungen gilt (insofern man in einem ausgewiesenem Zentrum operieren lässt), dass bei Erhaltung der Erektionsnerven etwa 40 – 70% der Patienten über Spontanerektionen verfügen. Die Restlichen 60 – 30% benötigen unterstützende Therapien für die Erlangung von für den Geschlechtsverkehr ausreichenden Erektionen.</p>



<p>In den letzten Jahrenzehnten wurden immer wieder neue Verfahren zur Behandlung des Prostatakarzinoms entwickelt. So beispielsweise die Brachytherapie (Einbringung von Strahlenquellen direkt in die Prostata), die Kryotherapie (Vereisung der Prostata), die HIFU-Therapie (Erwärmung der Prostata durch hochintensiven fokussierten Ultraschall) und die irreversible Elektroporations Therapie (IRE, Zerstörung der Zellmembran durch kurze Stromstöße). Keine dieser Therapieoptionen hat einen relevanten Durchbruch oder gar eine Verdrängung der Standardtherapien erreicht. In den letzten Jahren wurden insbesondere fokale Therapieverfahren (ausschließliche Behandlung der Tumor tragenden Anteile der Prostata) mit der HIFU und IRE Methode untersucht. Hierbei ließ sich in vielen kleinen Untersuchungen häufig eine verbesserte Nebenwirkungsrate zeigen. Die große Problematik dieser Fokaltherapie stellt die Multifokalität des Prostatakarzinoms dar (Tumorwachstum an unterschiedlichen Stellen in der Prostata). Sehen sie zu diesem Thema auch den Bericht „<a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/ratgeber-prostatakrebs/was-bedeutet-die-multifokalitaet-eines-prostatakrebses-fuer-den-patienten-und-seine-behandlung/">Multifokalität des Prostatakarzinoms</a>“ in diesem Ratgeber.</p>



<p>Zusammenfassend kann man sagen, dass die drei Standardtherapiekonzepte das Prostatakarzinom effektiv, nebenwirkungsarm und entsprechend seiner Bösartigkeit behandeln können. Sämtlich anderen Therapieoptionen benötigen weiterhin intensive Untersuchung in Form von Studien und sollten dabei einen Vorteil gegenüber der Standardtherapie zeigen.</p>



<p>Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben sprechen Sie mich bitte an.</p>



<p><a href="https://uro-orschel-2025neu.urologie-taunus.de/arzt/prof-dr-med-wolf-d-beecken/">Prof. Dr. med. Wolf-D. Beecken</a></p>
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		<title>Wie schreibt man einen Ratgeber zum Thema ‚Prostatakrebs’</title>
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		<dc:creator><![CDATA[HM-vital]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 07:15:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber Prostatakrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch vor wenigen Jahren hätte man bei dem Unterfangen, einen Ratgeber für Patienten zum Thema ‚Prostatakrebs’ zu verfassen, auf Bewährtes zurückgegriffen und routiniert die üblichen Überschriften gewählt (Häufigkeit des Tumors, Symptome, Diagnostik, Behandlung etc.). Diese Systematik ist zwar didaktisch durchaus sinnvoll, führt aber nicht selten an dem Ziel vorbei, die speziellen Fragen unserer Patienten zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Noch vor wenigen Jahren hätte man bei dem Unterfangen, einen Ratgeber für Patienten zum Thema ‚Prostatakrebs’ zu verfassen, auf Bewährtes zurückgegriffen und routiniert die üblichen Überschriften gewählt (Häufigkeit des Tumors, Symptome, Diagnostik, Behandlung etc.). Diese Systematik ist zwar didaktisch durchaus sinnvoll, führt aber nicht selten an dem Ziel vorbei, die speziellen Fragen unserer Patienten zu beantworten. Erfreulicherweise sind wir heute in der Lage, durch entsprechende Analyse-Programme im Internet genau herauszufinden, wonach Interessierte in den üblichen Suchmaschinen (Google und ähnliches) fahnden, wenn sie sich zum Thema ‚Prostatakrebs’ informieren wollen. <strong>So wird der Begriff ‚<em>Biopsie</em>’ (Gewebeprobeentnahme) mit Nebenwirkungen, Risiken, Ergebnis, Alternativen, gefährlich, Verfahren und schmerzhaft kombiniert. Beim Stichwort ‚<em>Prostatakrebs’</em> wird am häufigsten nach Behandlung/Therapie, Symptomen/Beschwerden, Untersuchung, Heilungschancen, Lebenserwartung, Ernährung, Schmerzen und Metastasen gesucht.</strong></p>



<p>Nachdem es im Internet bereits ungezählte an den Laien gerichtete Aufsätze unterschiedlichster Qualität zum Thema Prostatakarzinom gibt, haben wir uns vorgenommen, in unserem ‚hausgemachten’ Ratgeber ganz gezielt und aus der täglichen Praxis heraus die Fragen zu beantworten, die unsere Patienten und ihre Angehörigen wirklich bewegen. Hierbei stützen wir uns selbstverständlich auf die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Behandlungsleitlinien der Fachgesellschaften und vor allen natürlich auf unsere langjährigen Erfahrungen an Universitätskliniken und in unseren Praxen im Herzen von Frankfurt und im Taunus. Die Krebsfrüherkennung (KFE, auch häufig ‚Vorsorge’ genannt), Behandlung und Nachsorge urologischer Tumoren in allen Krankheitsstadien sind Schwerpunkte unserer Tätigkeit. Aufgrund seiner Häufigkeit ist der Prostatakrebs medizinisch und ökonomisch von grosser und noch wachsender Bedeutung, was dazu führt, dass dieser Tumor an allen bedeutenden Krebsforschungszentren dieser Erde untersucht wird, während Sie diesen Artikel lesen. Schliesslich winken den Forschern wissenschaftlicher Ruhm und der Pharmaindustrie bei Entwicklung eines neuen Medikaments im Kampf gegen die Geschwulst riesige Gewinne.</p>



<p>Für den Betroffenen ist die ungebrochene wissenschaftliche Aufmerksamkeit, die der Prostatakrebs geniesst, natürlich ermutigend. Während man vor wenigen Jahren beim metastasierten (derzeit leider noch unheilbaren) Prostatakrebs schnell am Ende der therapeutischen Möglichkeiten angelangt war und mit dem Rücken an der Wand stand, gibt es jetzt eine ganze Reihe zusätzlicher und überwiegend gut verträglicher ‚Verteidigungslinien’. Hier besteht die aktuelle Herausforderung in der Beantwortung der Frage, wann im Krankheitsverlauf und in welcher Reihenfolge man die verschieden neuen Medikamente einsetzt. Für den auf die Behandlung von Prostatakrebs spezialisierten Urologen (Uroonkologe) bedeutet das nicht nur, dass er sich permanent weiterbilden muss, sondern auch, dass er in der technischen Ausstattung der Praxis Schritt halten muss. So wird immer klarer, dass die dem Zufallsprinzip folgende (randomisierte) Gewebeprobeentnahme aus Arealen der Prostata, in der man einen Tumor vermuten würde (70 Prozent der Prostatakrebse wachsen in der sogenannten peripheren, also äusseren, Zone) einer gezielten ‚Fusions-Biopsie’ unterlegen ist. Bei der Fusions-Biopsie werden in raffinierter Weise die Ergebnisse einer Magnetresonanztomographie mit dem Ultraschall der Prostata verschmolzen. Von entscheidender Bedeutung hierbei sind nicht nur die apparative Ausstattung mit einem Hochleistungs-Magnetresonanztomographen und einem Ultraschallgerät der neuesten Generation, sondern vor allem die Erfahrung der Untersucher und ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit. So haben wir uns dazu entschlossen, dass nur zwei der insgesamt neun Urologen/ innen in unserem Netzwerk (UROGATE) dieses spezielle Verfahren betreiben. Beide Ärzte haben langjährige Erfahrungen in der Durchführung ‚klassischer’ Gewebeprobeentnahmen aus der Prostata mit einer hohen Trefferquote, sodaß die Umstellung auf die neue Methode problemlos und mit schnellem Durchschreiten der sogenannten Lernkurve erfolgen konnte. Gemeinsam mit einem grossen Praxisverbund in Bayern werden die Ergebnisse des Verfahrens in einer speziell zu diesem Zweck entwickelten Datenbank anonymisiert dokumentiert, analysiert und qualitätskontrolliert.</p>



<p>Die auf einer systematischen Internet-Analyse basierenden Artikel in unserem Ratgeber sollen Ihnen als Grundlage dienen für eine fundierte Entscheidung, ob die Krebsfrüherkennung in Ihr persönliches Gesundheitsverständnis passt. Die naturgemäß allgemein gehaltenen Antworten auf die häufigsten Fragen zum Prostatakarzinom können und sollen ein Gespräch mit einem erfahrenen Urologen nicht ersetzen. Gerne beraten wir Sie unter Berücksichtigung ihrer individuellen Situation in einer unserer fünf Praxen in Frankfurt, <a href="http://www.urologie-taunus.de">Oberursel</a> und Bad Homburg.</p>



<p></p>
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